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Quantencomputing im Finanzsektor  
16.01.2026

BaFin präsentiert Fahrplan zum Übergang in die Post-Quanten-Kryptografie im Finanzsektor

(ESV / Redaktion Recht)
Das Bild zeigt ein Quantenservernetzwerk mit Quantencomputer und Kühleinrichtung in einem Serverraum (Bild: phonlamaiphoto / stock.adobe.com)
Quantencomputer schaffen auch im Finanzsektor völlig neue Möglichkeiten, etwa im Handel an den Märkten oder bei der Optimierung von Prognosestrategien – und zwar vor allem durch sehr hohe Rechengeschwindigkeiten und Parallelverarbeitung. Dies eröffnet aber auch Räume für kriminelle Akteure. Um Risiken früh erkennen zu können, hat die G7 Cyber Expert Group (CEG) unter Mitwirkung der BaFin am 13.01.2026 einen konkreten Fahrplan in Form eines Grundsatzpapiers für die Übergangsphase in die  Post-Quanten-Kryptografie im Finanzsektor entwickelt.


Der Fahrplan trägt die Bezeichnung: „Grundsatzpapier – Erklärung der G7-Expertengruppe für Cybersicherheit zur Förderung eines koordinierten Fahrplans für den Übergang zur Post-Quanten-Kryptografie im Finanzsektor: Januar 2026“.

Die CEG hat die Aufgabe, die Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G7-Staaten zu beraten. Und zwar in Fragen der Cybersicherheit, die für die Sicherheit und Resilienz des Finanzsystems relevant sind. Wie die CEG betont, hat sie den Fahrplan aufgrund der kryptografischen Bedrohungen entwickelt, die von Quantencomputern auch für Finanzsysteme ausgehen können.

Der Fahrplan soll den Übergang zur Post-Quanten-Kryptografie im Finanzsektor fördern und die besonderen Herausforderungen des Quantencomputings aufzeigen. Darüber hinaus stellt er einen koordinierten Ansatz für die Umstellung auf quantensichere Kryptografie vor.

Quantencomputer werden voraussichtlich in angemessener Zeit Rechenprobleme bewältigen können, an denen konventionelle Rechner scheitern. Mithilfe der neuen Technologie können zudem weit verbreitete kryptografische Verschlüsselungen, die etwa Zahlungs-, Gesundheits- und Kundendaten schützen, künftig auch leichter wieder entschlüsselt werden.  

Der Plan beinhaltet praxisnahe Empfehlungen zur Identifizierung und Mitigation der genannten Risiken. Demzufolge muss die Finanzindustrie schon jetzt auf quantensichere Verfahren umstellen, um auf die neuen Risiken angemessen regieren zu können.

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Die Grundgedanken des Quantencomputings

Qubits und Bits


Ein Quantum Bit, kurz Qubit, ist die Grundrecheneinheit eines Quantencomputers – im Gegensatz zum Bit als kleinster Informationseinheit eines konventionellen Computers. Der entscheidende Unterschied:
  • Das klassische Bit: Ein klassisches Bit kennt nur die Schaltungszustände 0 oder 1 (an oder aus).
  • Qubit: Demgegenüber kann ein Qubit aufgrund der Quantenphysik die beiden Schaltungszustände 0 und 1 gleichzeitig verarbeiten, was auch als Superposition bekannt ist.
Quantencomputer können damit hochkomplexe Berechnungen parallel durchführen und bestimmte Probleme – im Vergleich zu herkömmlichen Rechnern – exponentiell schneller analysieren.

Verschränkung


In der konventionellen Welt haben Dinge ihre Eigenschaften schon, bevor man sie beobachtet oder diese misst. 

Demgegenüber entstehen Eigenschaften von Teilchen in der Quantenwelt erst bei der Messung – aber dann für die beiden verschränkten Teilchen gemeinsam. Sie verhalten sich also wie einziges zusammenhängendes System, und zwar auch dann, wenn sie räumlich sehr weit voneinander getrennt sind. Einstein sprach insoweit von „spukhafter Fernwirkung“.

Auf den Finanzsektor übertragen heißt das, dass sich auch Bewegungen von Vermögenswerten so darstellen lassen, dass sie sich wie ein zusammenhängendes System verhalten. Dies macht es möglich, ganze Märkte in Echtzeit zu analysieren und komplexe Abhängigkeiten zwischen Vermögenswerten (Assets) und Marktteilnehmern sichtbar zu machen. 

Im Überblick: Die Auswirkungen der Quantentechnologie auf den Finanzsektor 

Das Quantencomputing wird erhebliche Auswirkungen auf den Finanzsektor haben. Eine Übersicht:
  • Besseres und schnelleres Risikomanagement: Quantencomputer ermöglichen ein besseres und schnelleres Risikomanagement durch präzisere Risikoabschätzung. Hinzu kommen die schnellere Erkennung von systemischen Risiken sowie eine höhere Stabilität in Stresssituationen. Einige große Banken testen bereits Quantenalgorithmen, um extrem seltene Ereignisse – sogenannte „Tail Risks“ – schneller und genauer erkennen zu können.
  • Portfolio-Optimierung: Quantencomputer können simultan zahlreiche Portfolio-Szenarien berechnen und optimale Lösungen finden. Dies ermöglicht bessere Portfolios bei geringerem Risiko und eine Millisekunden-Optimierung im Handel.
  • „Algorithmic Trading“: Aufgrund der schnelleren Erkennung von Mustern, einer besseren Simulation von Marktbewegungen und der präziseren Bewertung von komplexen Derivaten können Quantenalgorithmen wesentlich effizientere Handelsstrategien ermöglichen und die Marktliquidität verbessern.
  • Verbesserte Prognosemodelle durch „Quantum Machine Learning“: Quantencomputer erlauben zudem ein kostengünstigeres und schnelleres Training von KI‑Modellen. Damit können Finanzinstitute Marktbewegungen, Kreditrisiken und Betrugsfälle deutlich präziser vorhersagen.
  • Kryptografie: Weil Quantencomputer klassische Verschlüsselungen leichter durchbrechen können, entwickeln Banken eine quantensichere Kryptografie. Der Gedanke dahinter: Wer zuerst quantensicher ist, schützt auch langfristig vertrauliche Finanzdaten.
  • Schnellere Bewertung komplexer Finanzprodukte: Zahlreiche Finanzprodukte brauchen Simulationen, die extrem rechenintensiv sind. Dies gilt vor allem für exotische Optionen oder strukturierte Derivate. Quantencomputer können diese Simulationen um ganze Größenordnungen beschleunigen.


Bedrohung durch kriminelle Akteure und durch „harvest now, decrypt later“

Allerdings können auch böswillige Akteure die Technologie missbrauchen, sodass das Finanzsystem durch  organisatorische und systemische Risiken bedroht sein könnte. Fachleute gehen davon aus, dass Kriminelle schon heute Daten beschaffen und speichern, die später entschlüsselt werden, um sensible Informationen zu extrahieren – eine Vorgehensweise, die auch als „harvest now, decrypt later“ bezeichnet wird. Der Fahrplan der G7 weist auch auf diese kommenden Risiken hin und will aufzeigen, wie damit umzugehen ist.


Fahrplan als unverbindliches Vorgehensmodell

Gegenstand des Fahrplans ist ein unverbindliches Vorgehensmodell, das die Migration von kritischen Systemen bis 2030 begleiten soll. Alle nicht kritischen System sollen bis 2035 umgesetzt werden.

Quellen: Mitteilung der BaFin vom 14.01.2026     –     Fahrplan  bzw. Grundsatzpapier der GEC

 

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